Datum 26/08/2009
Weiche Lichtwelle
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Lichtschlitz aus Formteilen im Kasino der KfW Bank |
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Das Kasino West der KfW-Bankengruppe bietet nach einem umfassenden Umbau gastronomisches Ambiente statt Kantinencharakter. Augenfällig: ein wellenförmiger Lichtschlitz in der abgehängten Decke. Dieser Bereich besteht aus 60 individuell konzipierten und vorgefertigten Formteilen von Lafarge. Die oberen Kanten des Reflektors sind von Hand rund abgespachtelt, um einen weichen Lichtaustritt und angenehme Beleuchtung zu erzielen.
Die KfW Bankengruppe gibt weltweit Impulse für Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie. Die Förderbank im Eigentum von Bund und Ländern hat ihren Hauptsitz in Frankfurt (Main). Diesen hat die Bank mit der Revitalisierung der Nord- und Südarkade jetzt umfassend modernisiert. Dabei wurde auch das Kasino runderneuert und von ca. 400 auf etwa 700 Plätze erweitert. Der Umbau erfolgt in zwei Bauabschnitten: Während der 7-monatigen Umbauphase im Kasino West lief der Betrieb im Kasino Ost weiter. Im August 2009 wird auch das angrenzende Kasino Ost fertig gestellt. Dann umfasst die 135 m lange Kasinoebene eine Fläche von insgesamt 2.700 m2. „Ziel war, einen typischen Kantinencharakter zu vermeiden und dem Gast ein gastronomisches Ambiente anzubieten. Die Architektur soll eine gute Orientierung ermöglichen und unterschiedliche Funktionsbereiche aufzeigen", erläutert Ute Schuster von JSK International Architekten und Ingenieure GmbH Frankfurt das Gestaltungskonzept. Das gelingt unter anderem mit wellenförmigen Elementen. Sie gliedern das Kasino West in eine Laufzone und den Restaurantbereich. Den Gang begrenzen die gewellten Rückwände langgezogener Sitzbänke. In die abgehängte weiße Decke aus Gipskarton ist ein Lichtschlitz integriert, der Form und Verlauf der Bänke sowie der Deckenkante aufnimmt und betont. Dieser Lichtschlitz begleitet und beleuchtet den gesamten Weg als helle Linie.
60 exakt zuzuordnende Formteile
Die eingesetzten Teile sind 2,30 m lang. Dieses Maß gewährleistet optimales Handling: Sind die Elemente zu groß, besteht die Gefahr, dass sie beim Transport beschädigt werden. Sind sie zu schwer, erschwert das im wahrsten Sinne des Wortes die Verarbeitung. Jede einzelne U-Schale und jedes L-förmige Formteil ist Position für Position durchnummeriert. Auf diese Weise lassen sie sich vor Ort problemlos zuordnen - bei 60 Teilen kein unerheblicher Faktor. Zudem kann der Verarbeiter im Bedarfsfall gezielt und kurzfristig ein passgenaues Ersatzteil beziehen. Das war hier jedoch nicht erforderlich - nicht zuletzt weil Lafarge Gips gebogene Formteile beim Transport mit Verstärkungselementen versieht.
Die 60 Teile setzen sich aus drei Elementen in der Breite (auf beiden Seiten des Lichtschlitzes sowie darüber) und 20 in der Länge zusammen (bei 2,30 m Formteillänge erreicht man mit 20 Elementen 46 Metern Raumlänge). Aus der Menge lässt sich auch das schlagkräftigste Argument für den Einsatz ableiten: Wirtschaftlichkeit. Eine manuelle Lösung hätte gravierend mehr Ausführungszeit und damit im Verhältnis mehr Kosten bedeutet.
Lichtschlitz per Hand rund abgespachtelt
Die gesamte Decke ist abgehängt. Sie nimmt neben der üblichen Haustechnik sogar eine Tablettförderanlage auf. Eine Lichtvoute bildet den Übergang zwischen den beiden Deckenhöhen. Die Indirektbeleuchtung in der Voutenausbildung der Deckenkante trennt optisch den Sitzbereich von der Laufzone. Der Sitzbereich ist mit einer akustisch wirksamen Lochdecke aus Akustik-Design-Platten LaCoustic von Lafarge ausgestattet. Bei dem Lochmuster handelt es sich um eine 6/18 Rundlochung. Inzwischen gibt es bereits eine neue Generation Akustik-Design-Platten: LaCoustic Comfort und Premium. LaCoustic Comfort verbindet gute Raumakustik mit weiteren Vorteilen: eine innovative V-Fuge und werkseitig auf hundertstel Millimeter genau zugeschnittene Lochplatten mit Cost-Cutter-Kante (CC-Kante) sorgen für eine schnelle und nahezu verschnittfreie Stoß-an-Stoß-Verlegung. Das spart Zeit, Material und Geld. LaCoustic Premium ist zusätzlich rückseitig mit einem neuartigen, patentierten Frischluft-Vlies versehen, dass Schad- und Geruchsstoffe in der Raumluft um bis zu 50 % reduziert - bestätigt vom Fraunhofer Institut für Bauphysik.
Baustellenporträt: |
