In unserem Glossar finden Sie in alphabetischer Reihenfolge Erläuterungen und Definintionen zu Fachbegriffen rund um die Themen Bauen, Zement, Beton und Nachhaltigkeit. Die wichtigsten Fachbegriffe haben wir ins Englische und Französische übersetzt und für Sie in einer Übersicht zusammen gestellt.
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A
- Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR)
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Bei einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) kommt es zu einer Reaktion zwischen den im Beton enthaltenen Alkalien und alkalireaktiven Bestandteilen der Gesteinskörnung. Es entsteht ein Alkalisilicagel, das bestrebt ist, Wasser aufzunehmen. Dies führt zu einer Volumenvergrößerung. Die dabei auftretenden Spannungen können das Betongefüge schädigen. Als Folge können Netzrisse, Ausblühungen und Abplatzungen auftreten. Die Standfestigkeit der Bauteile wird nicht beeinträchtigt, allerdings die Dauerhaftigkeit des Betons.
Nicht-alkalireaktive Gesteinskörnungen und Zemente mit niedrigem wirksamen Alkaligehalt
(z.B. NA-Zemente) verringern das Risiko des Auftretens einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion im Beton.
B
- Baustellenbeton
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Beton, der im Gegensatz zu Transportbeton auf der Baustelle hergestellt wird.
- Beton
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Beton ist ein Baustoff, der hauptsächlich aus Zement, grober und feiner Gesteinskörnung (Kies, Sand) sowie Wasser besteht. Es können außerdem Zusatzmittel und Zusatzstoffe beigemischt werden, die während der Hydratation des Zements wirken und Einfluss auf die Eigenschaften des Betons haben können. Die große Vielfalt an Rezepturen ermöglicht es, Betonarten für sehr unterschiedliche Anforderungen herzustellen.
- Beton nach Eigenschaften
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Der Hersteller ist dafür verantwortlich, dass der nach einer bestimmten Zusammensetzung gemischte Beton den Eigenschaften und Anforderungen entspricht, die vom Kunden gefordert werden.
- Beton nach Zusammensetzung
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Der Hersteller verpflichtet sich, einen Beton gemäß der vom Kunden vorgegebenen Zusammensetzung und der zu verwendenden Ausgangsstoffe zu liefern.
- Betonfertigteile
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Betonfertigteile sind Betonelemente, die im Fertigteilwerk hergestellt und dann auf der Baustelle montiert werden. Betonfertigteile werden in vielen verschiedenen Bauwerken eingesetzt. Klassische Beispiele sind Wand-, Decken- oder Treppenelemente aus Beton.
- Betonwaren/Betonsteine
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Betonwaren werden in speziellen, häufig wieder verwendbaren Formen hergestellt, in denen der Beton verdichtet wird. Die Oberfläche der Betonwaren kann je nach Herstellungsart sehr unterschiedlich sein. Klassische Beispiele sind Beton-Pflastersteine und Betondachsteine.
- Bewehrung
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Als Bewehrung oder Armierung werden geeignete Materialien (Metallstäbe, Stahlmatten, Drahtgeflechte oder Fasern) bezeichnet, die in den Beton eingebaut werden, um dessen Widerstandsfähigkeit gegenüber Zugbeanspruchungen zu erhöhen.
- Biomasse
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Biomasse bezeichnet die Gesamtheit an organischem Material aus der Tier- und Pflanzenwelt, das zur Strom-, Wärme und Treibstofferzeugung genutzt werden kann. Dazu gehören unter anderem Nebenprodukte der Landwirtschaft und Industrieabfälle.
- Bluten
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Eine ungeeignete Betonzusammensetzung (z.B. ein erhöhter Wassergehalt im Beton) kann dazu führen, dass sich Wasser ggf. zusammen mit Zementteilchen an der Oberfläche des Betons absetzt. Dies wird als Bluten des Betons bezeichnet.
C
- CEM II
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CEM II-Zemente enthalten neben Portlandzementklinker mehrere weitere Hauptbestandteile wie z.B. Kalkstein (LL), Hüttensand (S) oder kieselsäurereiche Flugasche (V). Da ein Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch diese weiteren Hauptbestandteile ersetzt wird, kann man CEM II-Zemente umweltfreundlich und CO2-arm herstellen.
Beispiele für CEM II-Zemente:
Portlandhüttenzement
CEM II/A-S: 6-20% Hüttensandanteil
CEM II/B-S: 21-35% HüttensandanteilPortlandflugaschezement
CEM II/A-V: 6-20% Flugascheanteil
CEM II/B-V: 21-35% FlugascheanteilPortlandkalksteinzement
CEM II/A-LL: 6-20% Kalksteinanteil
CEM II/B-LL: 21-35% KalksteinanteilCEM II/A-M: 6-20 % weitere Bestandteile wie z.B. Hüttensand, Kalkstein, Flugasche, z.B. enthält ein CEM II/A-M (S-LL) Hüttensand (S) und Kalkstein (LL)
CEM II/B-M: 21-35% weitere Bestandteile wie z.B. Hüttensand, Kalkstein, Flugasche, z.B. enthält ein CEM II/B-M (V-LL) Flugasche (V) und Kalkstein (LL) - CEM III
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CEM III sind Hochofenzemente. Sie enthalten neben Portlandzementklinker einen bedeutenden Anteil gemahlenen Hüttensand als weiteren Zement-Hauptbestandteil. Da ein erheblicher Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch Hüttensand ersetzt wird, kann man CEM III-Zemente besonders umweltfreundlich und CO2-arm herstellen
CEM III/A: 36-65% Hüttensandanteil
CEMIII/B: 66-80 % Hüttensananteil - CO2
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Kohlendioxid (CO2) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und zählt zu den Treibhausgasen. Es handelt sich um ein farb- und geruchloses Gas, das bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen entsteht.
In der Zementindustrie entsteht prozessbedingt CO2 vor allem bei der Klinkerherstellung. Moderne Anlagen sowie umweltfreundliche, klinkerarme Zementzusammensetzungen tragen zur deutlichen CO2-Reduzierung bei. Darüber hinaus werden verstärkt Sekundärbrennstoffe eingesetzt, die fossile Ressourcen schonen und somit die CO2-Emissionen erheblich senken.
- CO2 Zertifikate
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Das Ziel des in der EU 2005 gesetzlich festgelegten Handels mit Emissionszertifikaten ist es, die im Kyoto-Protokoll festgelegten Klimaschutzziele umzusetzen. Betroffen vom EU-Emissionsrechtehandel sind momentan fünf Industriesektoren:
- Stromerzeugung
- Stahl
- Raffinerien
- Papier
- Mineralien (Zement, Glas, Kalk)
Zu Beginn jeder Handelsperiode (3 bzw. 5 Jahre) wird ein nationaler Allokationsplan (NAP) erstellt, der die Verteilung der Emissionszertifikate offen legt. Er gibt an, wie viele Emissionszertifikate ein Mitgliedsstaat insgesamt für die Dauer einer Handelsperiode bekommt (das so genannte „Cap") und wie diese verteilt werden.
Der NAP II, der für 2008 bis 2012 gilt, legt die Emissionsziele für alle Sektoren fest: Energie, Industrie, Verkehr, Haushalte, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Die Emissions-Höchstgrenze (Cap) wurde im Vergleich zum NAP I deutlich von 499 Mt auf 465 Mt CO2 gesenkt.
Den nationalen Allokationsplan 2008-2012 finden Sie hier.
D
- Druckfestigkeit
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Die Druckfestigkeit eines Baustoffes bezeichnet seine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung von äußeren Druckkräften. Die maximale Druckfestigkeit ist erreicht, wenn der Körper zerstört wird. Bei Beton wird die Druckfestigkeit in N/mm² oder MPa angegeben und kann an Betonwürfeln bzw. -zylindern geprüft werden.
- Ductal®
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Ductal® ist eine patentrechtlich geschützte, innovative Technologie für Hochleistungsbetone von Lafarge. Der vorgemischte Beton weist besondere Eigenschaften auf:
- eine hohe Druckfestigkeit (bis zu 200 MPa)
- eine sehr gute Dauerhaftigkeit und Beständigkeit gegenüber mechanischem Abrieb
- sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen und Umwelteinflüssen
Ein Beton auf Basis von Ductal® benötigt weniger Instandhaltung und ist damit besonders nachhaltig. Außerdem sind mit Ductal® extrem filigrane Betonteile realisierbar.
Mehr Informationen finden Sie hier.
E
- Erstarren
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Das Erstarren ist eine normativ geregelte Zementeigenschaft, die sich durch eine erste Verfestigung darstellt und vor der Phase der Erhärtung eintritt.
- Estrich
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Estrich ist eine lastverteilende Schicht, die direkt auf den tragenden Untergrund oder eine Trenn- oder Dämmschicht aufgebracht werden kann. Er wird als Unterbau für Fußbodenbeläge oder zur direkten Nutzung verwendet. Klassischerweise kommen im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau Zementestriche zum Einsatz.
- Expositionsklasse
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Um die Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen sicher zu stellen, legt die DIN EN 206-1/DIN 1045-2 in Deutschland Expositionsklassen fest. Diese entscheiden, welchen Umgebungsbedingungen und welchen Korrosionsrisiken der Beton bzw. Stahlbeton ausgesetzt werden darf. Man unterscheidet zwischen sieben Expositionsklassen:
- Kein Korrosions- oder Angriffsrisiko XO
- Bewehrungskorrosion durch Karbonatisierung XC
- Bewehrungskorrosion durch Chloride (ohne Meerwasser) XD
- Bewehrungskorrosion durch Chloride aus Meerwasser XS
- Frostangriff mit und ohne Taumittel XF
- Betonangriff durch Verschleißbeanspruchung XM
- Betonangriff durch aggressive chemische Umgebung XA
F
- Farbiger Beton
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Beton kann durch die Zugabe von Farbpigmenten eingefärbt werden. Um die Farbe dauerhaft zu erhalten, müssen die Farbpigmente im Zement lichtecht und stabil sein. Die Intensität der Farben wird durch die Ausgangsstoffe und die Zusammensetzung des Betons bestimmt. Vorteilhaft sind dabei Hochofenzemente, die die Farbintensität des Betons durch ihre helle Farbe unterstützen.
- Faserverstärkter Beton
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Das Zugeben von Fasern verbessert die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Betons. Die verschiedenen Fasern (Polypropylene, Stahlfasern, Glasfasern, Kohlenstofffasern, etc.) wirken als dreidimensionale Bewehrung risshemmend und unterstützen damit die Dauerhaftigkeit.
- Festigkeitsklasse
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Beton wird bezüglich seiner Druckfestigkeit in Klassen eingeteilt. Man unterscheidet 16 verschiedene Klassen (von C 8/10 Normal/Schwerbeton bis C 100/115 Hochfester Beton)
- Fließbeton/fließfähiger Beton
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Durch die Zugabe von Fließmitteln können fließfähige Betone mit der Konsistenzbezeichnung F4 (sehr weich), F5 (fließfähig) oder F6 (sehr fließfähig) hergestellt werden. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Konsistenz und damit eine sehr gute Verarbeitbarkeit bei gleichzeitigem gutem Zusammenhaltevermögen der Betonmischung aus.
- Fließmittel
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Fließmittel sind sehr starke Betonverflüssiger, die die Verarbeitung des Betons einfacher machen und/oder den Bedarf an Wasser (siehe w/z-Wert) reduzieren können.
Fließmittel werden zur Herstellung von fließfähigen und selbstverdichtenden Betonen (SVB) eingesetzt. Wegen der begrenzten Dauer der verflüssigenden Wirkung dürfen Fließmittel dem Beton auch noch nachträglich beigemischt werden. - Fluff
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Fluff zählt zu den Sekundärbrennstoffen. Es handelt sich um ausgesuchte, feste Produktions- und Gewerbeabfälle, die in modernen Anlagen zu hochwertigem Brennstoff aufbereitet werden.
- Flugasche
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Flugaschen (V bzw. W) sind feinkörnige Verbrennungsrückstände, die in Elektrofiltern zur Abgasreinigung von Kohlekraftwerken abgeschieden werden. Steinkohleflugasche (SFA) besitzt puzzolanische Eigenschaften. Die Zusammensetzung der Flugasche hängt von der Art und Qualität der Kohle sowie dem Verbrennungsvorgang ab. Flugasche kann als Zusatzstoff in der Betonherstellung sowie als weiterer Hauptbestandteil neben Klinker in der Zementproduktion eingesetzt werden. Man unterscheidet kieselsäurereiche (V) und kalkreiche (W) Flugasche.
- Frischbeton
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Frischbeton ist fertig gemischter Beton, der noch verarbeitet und verdichtet werden kann.
- Frost-Tausalzwiderstand
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Der Frost-Tausalzwiderstand eines Baustoffes gibt seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost- und Tauwechseln unter Einwirkung eines Taumittels an und ist ein Merkmal für seine Dauerhaftigkeit. Häufige Frost-Tau-Wechsel können einen Baustoff erheblich schädigen, vor allem, wenn zusätzlich Tausalze zur Anwendung kommen (Frost-Tausalzangriff). Der Frosttausalzwiderstand von Beton hängt von seinem w/z-Wert ab und kann durch künstliche Luftporen verbessert werden.
- Frostwiderstand
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Der Frostwiderstand eines Baustoffs gibt seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost- und Tauwechseln an und ist ein Merkmal für seine Dauerhaftigkeit. Häufige Frost-Tau-Wechsel können einen Baustoff erheblich schädigen, vor allem, wenn zusätzlich Tausalze zur Anwendung kommen (Frost-Tausalzangriff). Der Frost-/Frosttausalzwiderstand von Beton hängt von seinem w/z-Wert ab und kann durch künstliche Luftporen verbessert werden.
G
- Gesteinskörnung
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Gesteinskörnung ist ein körniger, mineralischer Stoff, der den Hauptbestandteil (70%) von Beton bildet. Gesteinkörnungen können natürlich sein oder als industrielles Nebenprodukt sowie bei der Wiederverwertung von Baustoffen anfallen. Man unterscheidet:
- leichte Gesteinskörnung: Bims, Lavakies, Lavasand
- normale Gesteinskörnung: Kies, Sand, Splitt, Brechsand
- schwere Gesteinskörnung: Baryt (Schwerspat), Magnetit
- Gips
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Gips ist ein Calciumsulfat, das unter anderem als natürliches Mineral in Steinbrüchen abgebaut wird oder als REA-Gips bei der Rauchgasentschwefelung entsteht. Als industrieller mineralischer Baustoff wird Gips häufig als Bindemittel oder in Form von Wandplatten (Trockenbau) eingesetzt. Gips wird auch als Erstarrungsregler bei der Zementherstellung verwendet.
H
- Hochofenzement
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Hochofenzemente oder CEM III-Zemente sind Zemente, die neben Portlandzementklinker einen hohen Anteil an Hüttensand (36 bis 95%) enthalten. Dies bedeutet, dass ein erheblicher Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch Hüttensand ersetzt wird, so dass CEM III-Zemente besonders umweltfreundlich und CO2-arm hergestellt werden können.
Der Einsatz von Hochofenzement ermöglicht es, sehr dichte und widerstandsfähige Betone herzustellen. Aufgrund der geringeren Hydratationswärmeentwicklung treten bei Betonen mit Hochofenzementen deutlich weniger Spannungen auf. Daher sind Hochofenzemente insbesondere für massige Bauteile sehr gut geeignet. CEM III-Zemente sind außerdem widerstandsfähiger gegenüber aggressiven Umgebungsbedingungen. Daher werden diese Zemente verstärkt für Betone eingesetzt, die Meerwasser, chemischen Stoffen oder Abwässern etc. ausgesetzt sind. - Hüttensand (granulierte Hochofenschlacke)
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Hüttensand (S) ist ein latent-hydraulischer Stoff. Er entsteht aus feuerflüssiger Hochofenschlacke, die schnell abgekühlt wird und dabei weitgehend glasig zu feinen Partikeln erstarrt (Granulation). Hüttensand enthält mindestens zwei Drittel glasig erstarrte Schlacke und ist einer der Hauptbestandteile so genannter Portlandhütten- und Hochofenzemente. Er ersetzt bei diesen Zementen einen großen Teil des energieintensiv herstellten Klinkers. Dadurch können der Bedarf an eingesetzter Energie und somit auch die CO2-Emissionen in der Zementproduktion erheblich reduziert werden.
- Hydratationswärme
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Die Hydratation, eine chemisch-physikalische Reaktion von Zement und Wasser, setzt Wärme frei. Diese wird Hydratationswärme genannt. Wesentlichen Einfluss auf die Hydratations-wärmeentwicklung haben die Zementart, die Zementfestigkeitsklasse und der Zementgehalt. Je geringer der Anteil an Portlandzementklinker und/oder die Mahlfeinheit des Zements, desto niedriger ist die Wärmeentwicklung. Dies ist vor allem bei massigen Betonbauten von Vorteil, da sonst temperaturbedingte Spannungen und letztlich Rissbildungen die Folge sein können.
I
- Industrielle Ökologie
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Ziel der industriellen Ökologie ist es, das Verhältnis von Natur und Gesellschaft mittels technologisch-industrieller Innovationen und Reorganisationen auf eine dauerhaft tragfähige Grundlage zu stellen. Der Ansatz beruht auf der Beobachtung des Stoffkreislaufes in der Natur. Genauso wie es in der Natur einen Zyklus der Produktion, Zerstörung und des Recyclings gibt, werden Abfälle eines Industriezweiges als Rohmaterial oder Brennstoff für einen anderen genutzt.
Siehe Sekundärbrennstoffe.
K
- Kalkstein
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Kalkstein (LL) ist ein natürliches Gestein, das überwiegend aus dem Mineral Calciumcarbonat besteht. Kalkstein spielt eine entscheidende Rolle bei der Zementherstellung. Er bildet den wesentlichen Ausgangsstoff für Klinker und wird in Steinbrüchen gewonnen. Zusammen mit anderen Rohmaterialien (Ton, Sand, eisenhaltige Komponenten) wird der Kalkstein zu Rohmehl zermahlen und dann zu Klinker gebrannt.
- Kies
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Kies ist ein weit verbreitetes Sedimentgestein, das in Flüssen und Bächen als kleine, rund geschliffene Steine (ugs. Kieselsteine) vorkommt. Kies wird als Gesteinskörnung bei der Betonherstellung verwendet. Bis zu einer Größe von 4 mm wird von Kiessand gesprochen.
- Klinker/Portlandzementklinker
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Klinker stellt einen wesentlichen Bestandteil von Zement dar. Er entsteht durch das Brennen von Rohmehl, das im Drehrohrofen auf über 1.450 °C erhitzt und dann schnell abgekühlt wird. Dieser Prozess ist sehr energieintensiv. Wird der Klinker unter Zugabe von Gips und weiteren Hauptbestandteilen gemahlen, entsteht Zement.
Chemisch gesehen besteht Portlandzementklinker aus folgenden Hauptkomponenten:
Calciumoxid (CaO), Siliziumdioxid (SiO2), Aluminiumoxid (Al2O3) und Eisen (III)-oxid (Fe2O3). - Konsistenz/Frischbetonkonsistenz
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Die Konsistenz eines Betons ist ein Maß für seine Verarbeitungswilligkeit. Man unterscheidet sieben unterschiedliche Konsistenzklassen von „sehr steif" (CO) bis „sehr fließfähig" (F6).
- Kyoto-Protokoll
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Das Kyoto-Protokoll ist ein Abkommen der Vereinten Nationen. Es hat zum Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen durch völkerrechtlich bindende Zielvorgaben zu reduzieren. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende Protokoll wurde von 141 Staaten ratifiziert. Die Industrieländer haben sich dazu verpflichtet, den gemeinsamen Ausstoß von Treibhausgasen von 2008 bis 2012 um 5% gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. In diesem Rahmen verpflichtete sich die EU, den Ausstoß der Mitgliedsstaaten um 8% zu senken. Deutschland legte sich auf eine Minderung von 21% fest. Mit einer Reduzierung von fast 19% hat Deutschland sein Ziel bald erreicht und nimmt eine Vorreiterrolle in der EU an. Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 sollen die Verpflichtungen für die Zeit nach 2012 festegelegt werden.
Mehr Informationen finden Sie hier.
L
- Leichtbeton
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Leichtbeton ist Beton, dem zum Beispiel sehr poröse Gesteinskörnung mit geringer Dichte (z.B. Bims, Blähton) beigemischt wurde. Seine Trockenrohdichte liegt zwischen 800 und 2000 kg/m³. Bei „normalem Beton" liegt diese zwischen 2000 und 2600 kg/m³. Aufgrund des geringen Gewichts von Leichtbeton können Betonkonstruktionen filigraner gestaltet werden. Dies eröffnet neue architektonische Gestaltungsmöglichkeiten zum Beispiel im Bereich von Balken, Decken, Trägern oder auskragenden Teilen.
- Leichtverarbeitbarer Beton (LVB)
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Leichtverarbeitbare Betone weisen ein gutes Fließverhalten auf (Konsistenzklassen F5 und F6) und lassen sich in der Regel leicht verdichten. Diese guten Verarbeitungseigenschaften beruhen unter anderem auf der Verwendung von hochwirksamen Fließmitteln.
- Luftporenbeton
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Luftporenbeton entsteht durch die Zugabe von Luftporenbildner bei der Frischbetonherstellung. Dadurch bilden sich kleine künstliche Luftporen. Diese verbessern die Frostwiderstandsfähigkeit oder die Frosttausalzwiderstandsfähigkeit des Betons.
M
- Mitverbrennung
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Durch die Mitverbrennung von Abfällen (sekundäre Brennstoffe) kann der Verbrauch primärer Energieträger verringert werden.
Siehe Sekundärbrennstoffe
- Mörtel
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Mörtel ist eine Mischung aus Zement, feiner Gesteinskörnung (Sand/Kiessand) und Wasser. Er kann mit Zusatzmitteln, Zusatzstoffen und farbigen Pigmenten angereichert werden. Mörtel werden unter anderem zur Estrichherstellung, zum Mauern und zum Verputzen von Wänden eingesetzt.
N
- Nachhaltige Entwicklung
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Das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung beruht auf der Vorstellung, dass nachhaltige Entwicklung nur möglich ist, wenn gleichzeitig und gleichberechtigt ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele umgesetzt werden. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt" definiert das Drei-Säulen-Modell wie folgt:
„Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination". - Nachhaltiges Bauen
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Nachhaltiges Bauen versucht den Einfluss von Gebäuden auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig ihre Qualität im Sinne von Ästhetik, Zukunftsfähigkeit und Dauerhaftigkeit zu verbessern. Nachhaltige Bautechniken betreffen den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Von der Wahl der Anfangsmaterialien bis hin zum Abriss und Recycling. So werden unter anderem wieder verwertbare Materialien verwendet und erneuerbare Energiequellen in die Gebäude integriert.
- Normalbeton
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Normalbeton kann durch verschiedene Eigenschaften definiert werden (z.B. Festigkeitsklasse, Rohdichte, Anwendungsbereiche). Normalbeton zeichnet sich durch eine Trockenrohdichte zwischen 2000 und 2600 kg/m³ aus.
O
- Optacolor ®
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Optacolor® ist ein Spezialzement von Lafarge, der für den Einsatz in hellem oder farbigem Sichtbeton sowie für die Herstellung von Fertigteilen und Betonwaren entwickelt wurde. Neben einer guten Frühfestigkeit und einer niedrigen Hydratationswärmeentwicklung zeichnet sich Optacolor® vor allem durch seine helle Farbe aus. Dadurch kann Optacolor® vielseitig und ökonomisch eingefärbt werden. Schon geringe Mengen an Pigmenten sind ausreichend, um strahlende, intensive Farben im Beton zu erhalten. Außerdem sorgt der Spezialzement für eine sehr gute Verarbeitbarkeit und eine geschmeidige Konsistenz des Betons sowie für feinporige, glatte Oberflächen. Daher ist Optacolor® sehr gut für architektonisch anspruchsvolle Anwendungen und Designzwecke geeignet.
- Optazem®
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Optazem® ist ein Spezialzement von Lafarge, der speziell für den Einsatz in zementgebundenen Holzbaustoffen entwickelt wurde. Er eignet sich auch sehr gut für die Herstellung von Sichtbeton unter Transportbetonbedingungen. Optazem® zeichnet sich durch eine hohe Frühfestigkeit verbunden mit einem hohen Helligkeitsgrad aus. Optazem® ermöglicht die Herstellung gut pumpfähiger, geschmeidiger Betone und unterstützt die Ausbildung poren- und lunkerfreier Betonoberflächen.
- Ortbeton
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Beton, der auf der Baustelle in Schalungen eingebracht wird und dort seine endgültige Form erlangt. Im Gegensatz zu Ortbeton werden Betonfertigteile im Werk hergestellt und in ihrem fertigen Zustand auf der Baustelle montiert.
P
- Portlandhüttenzement
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Portlandhüttenzement ist ein Kompositzement, dessen Hauptbestandteile Portlandzementklinker und Hüttensand sind. Da ein Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch Hüttensand ersetzt wird, kann man Portlandhüttenzemente umweltfreundlich und CO2-arm herstellen.
Siehe: CEM II
- Portlandkalksteinzement
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Portlandkalksteinzement ist ein Kompositzement, dessen Hauptbestandteile Portlandzementklinker und besonders ausgewählter Kalkstein sind. Da ein Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch Kalkstein ersetzt wird, kann man Portlandkalksteinzement umweltfreundlich und CO2-arm herstellen.
Siehe: CEM II
- Portlandkompositzement
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Portlandkompositzement enthält neben Portlandzementklinker maximal zwei weitere Hauptbestandteile, zum Beispiel Hüttensand, Silikastaub, Puzzolane, Flugasche oder Kalkstein. Der Anteil dieser Stoffe darf zwischen 6 und 35% liegen. Da ein Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch Hüttensand ersetzt wird, kann man Portlandkompositzemente besonders umweltfreundlich und CO2-arm herstellen.
Siehe CEM II
- Portlandzement
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Portlandzement oder CEM I-Zement entsteht durch gemeinsames Mahlen von Portlandzementklinker unter Zugabe eines Erstarrungsreglers und ggf. weiteren Bestandteilen.
- Portlandzementklinker
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Klinker stellt einen wesentlichen Bestandteil von Zement dar. Er entsteht durch das Brennen von Rohmehl, das im Drehrohrofen auf über 1.450 °C erhitzt und dann schnell abgekühlt wird. Dieser Prozess ist sehr energieintensiv. Wird der Klinker unter Zugabe von Gips und weiteren Hauptbestandteilen gemahlen, entsteht Zement.
Chemisch gesehen besteht Portlandzementklinker aus folgenden Hauptkomponenten:
Calciumoxid (CaO), Siliziumdioxid (SiO2), Aluminiumoxid (Al2O3) und Eisen (III)-oxid (Fe2O3). - Puzzolane
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Puzzolane sind künstliche oder natürliche Stoffe, die aufgrund ihrer kieselsäurehaltigen oder alumosilicatischen Zusammensetzung als Bindemittel verwendet werden können. Zu den natürlichen Puzzolanen zählen magmatische Gesteine (Tuff, Trass) oder Sedimentgesteine. Künstliche Puzzolane sind gebrannte Tonerde oder Flugaschen.
R
- REACH
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Seit dem 01. Juni 2007 ist die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH = Registration, Evaluation, Authorization of Chemicals) in Kraft. Danach darf ein Stoff in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr nicht in der EU hergestellt oder in die EU eingeführt werden, wenn er nicht registriert wurde. Dies gilt ebenfalls für Stoffe in Zubereitungen oder Mischungen.
Am 08.Oktober 2008 wurde offiziell bestätigt, dass Zementklinker von der Registrierungspflicht ausgenommen ist. In der Natur vorkommende Stoffe wie Kalkstein sind ebenfalls befreit, sofern diese nicht chemisch modifiziert wurden. Andere Stoffe, die Bestandteil von Zementen und zementhaltigen Zubereitungen sind - wie Hüttensand oder Sulfatträger - sind jedoch registrierungspflichtig. Zement, Beton oder Mörtel werden nach der REACH-Verordnung als „Zubereitungen" geführt und sind von der Registrierungspflicht ausgenommen.
Weitere Informationen finden Sie hier.
- Rohmehl
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Das Rohmehl zur Herstellung von Portlandzementklinker entsteht, wenn die Ausgangsstoffe Kalkstein, Ton, Sand und ggf. eisenhaltige Komponenten gemeinsam in speziellen Mühlen vermahlen werden. Im Drehrohrofen wird das Rohmehl zu Portlandzementklinker gebrannt.
S
- Sand
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Sand tritt als natürlich vorkommende sowie als künstlich hergestellte Gesteinskörnung auf und kann unter anderem als Ausgangstoff für die Mörtel- bzw. Betonherstellung verwendet werden.
- Schalung
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Um Beton eine definierte Form zu geben, wird bei der Herstellung von Betonbauteilen Frischbeton in eine Schalung gegossen. Die Oberfläche der Betonteile hängt wesentlich von der Struktur und Qualität der Schalhaut ab. Schalungen müssen standsicher und ausreichend verformungsfest sein. Man unterscheidet zwischen festen Schalungen (zum Beispiel für Wände oder Decken) und beweglichen Spezialschalungen (z.B. Gleitschalungen), die unter anderem bei der Konstruktion von Schächten oder Betonsilos zum Einsatz kommen können.
- Schwerbeton
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Schwerbeton hat eine Trockenrohdichte von über 2.600 kg/m3. Die hohe Dichte wird durch die Verwendung schwerer Gesteinskörnung erreicht. Schwerbeton kommt vor allem im Bereich Strahlenschutz, bei Brückenwiderlagern oder bei Gebäuden, die gegen Auftrieb gesichert werden müssen, zum Einsatz.
- Schwinden
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Ein erhöhter Wassergehalt im Beton kann dazu führen, dass sich das Volumen des Betons während der Erhärtung stärker als üblich verringert, was zu vermehrten Rissen im Beton führen kann. Dieser Prozess wird als Schwinden bezeichnet.
- Sekundärbrennstoffe
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Sekundärbrennstoffe sind flüssige und feste Produktions- und Gewerberückstände, die in modernen Anlagen zu hochwertigem Brennstoff aufbereitet werden.
- Flüssige Sekundärbrennstoffe: Altöl, Lösemittel
- Feste Sekundärbrennstoffe: Fluff, Altreifen, Tiermehl und -fett, Biomasse
Sekundärbrennstoffe leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Sie ersetzen Brennstoffe wie Kohle, Gas oder Erdöl und reduzieren somit die CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern. Ihre Verwertung im Klinkerherstellungsprozess ist völlig schadlos, da sie bei einer Temperatur von 1.450 ° C im Drehrohrofen rückstandsfrei verbrennen.
- Selbstverdichtender Beton (SVB)
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Selbstverdichtender Beton ist ein spezieller, sehr flüssiger Beton, der allein durch den Einfluss der Schwerkraft in die Schalung und um die Bewehrung fließt und sich selbständig verdichtet, ohne zu entmischen. Seine besonderen Eigenschaften entstehen durch die Verwendung erhöhter Mehlkorngehalte, stabilisierender Zusätze oder durch eine Kombination der beiden in Verbindung mit hochwirksamen Fließmitteln.
- Sichtbeton
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Unter Sichtbeton versteht man Betonflächen, deren Oberflächen sichtbar bleiben und nicht nachträglich verputzt, angestrichen oder verkleidet werden. Daher muss Sichtbeton bestimmte Anforderungen erfüllen, unter anderem im Hinblick auf Oberfläche, Textur, Porigkeit, Ebenheit und Farbtongleichmäßigkeit des Betons.
- Silikastaub
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Silikastaub entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Siliciummetall oder Ferrosiliciumlegierungen. Silikastaub hat puzzolanische Eigenschaften und wird als Zement- bzw. Betonzusatzstoff verwendet.
- Spannbeton
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Bei Spannbeton handelt es sich um eine spezielle Form des Stahlbetons, wobei dessen Spannglieder entweder vorgespannt einbetoniert oder nach der Erhärtung des Betons nachträglich gespannt werden. So wird dem Beton eine besonders große Widerstandsfähigkeit gegenüber auftretenden Momentbelastungen verliehen. Da der Beton hohe Druckspannungen, aber nur geringe Zugspannungen aufnehmen kann, ist Spannbeton steifer und verformt sich weniger leicht. Spannbeton wird vor allem beim Brückenbau und im Hochbau eingesetzt.
- Stahlfaserbeton
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Stahlfaserbeton ist ein Normalbeton, dessen Zugfestigkeit durch den Einsatz von Stahlfasern erhöht wird. Die Fasern dienen als Bewehrung und vermindern das Risiko von Rissen im Beton.
T
- Transportbeton
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Transportbeton wird in einem Transportbetonwerk gemischt und mit Fahrmischern in frischem Zustand auf die Baustelle geliefert, um dort mit geeigneten Maschinen eingebaut zu werden.
U
- Ultrahochfester Beton
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Ultrahochfester Beton zeichnet sich durch eine Druckfestigkeit oberhalb der in DIN EN 206-1 definierten Festigkeitsklasse C100/115 aus und bedarf deshalb einer Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung. Durch die hohe Gefügedichte werden die Festigkeit und damit die Tragfähigkeit sowie die Dauerhaftigkeit des Betons erhöht. Aus diesem Grund wird ultrahochfester Beton besonders bei sehr filigranen Bauteilen angewendet. Durch die Verwendung von speziellen Fasern kann die höhere Sprödigkeit von ultrahochfestem Beton verringert und die Hitzebeständigkeit insbesondere bei Brandbeanspruchung erhöht werden.
- Umweltfreundlicher Zement
W
- w / z Wert (Wasserzementwert)
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w/z steht für das Gewichtsverhältnis von Wasser und Zement und wird als rechnerische Größe bei der Berechnung der Betonzusammensetzung verwendet. Dabei sind unter Beachtung der verschiedenen Expositionsklassen definierte Obergrenzen einzuhalten.
- Wassergehalt
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Bei der Hydratation wird nur ein Teil des zugegebenen Wassers chemisch in den Zementstein eingebunden, so dass der restliche Teil des Wassers in flüssiger Form im Beton verbleibt bzw. verdunstet. Die daraus entstehenden Poren, die nach dem Trocknen des Betons im Baustoff verbleiben, beeinflussen die Festigkeitsentwicklung und die Dauerhaftigkeit von Beton negativ. Außerdem kann ein erhöhter Wassergehalt folgende negative Folgen haben:
Darüber hinaus nehmen bei einem erhöhten Wassergehalt die Frostbeständigkeit des Betons und der Korrosionsschutz der Bewehrung ab.
Z
- Zement
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Zement ist ein anorganisches, nicht metallisches Bindemittel, das in der Regel in Pulverform verwendet und zur Herstellung von Beton und Mörtel eingesetzt werden kann. Nach dem Mischen mit Wasser erstarrt und erhärtet der Zement hydraulisch und bleibt auch unter Wasser fest und raumbeständig. Ein wichtiger Bestandteil von Zement ist Klinker/Portlandzementklinker.
Portlandzement
Portlandkalksteinzement
Portlandhüttenzement
Portlandkompositzement - Zemente mit hohem Sulfatwiderstand
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Der hohe Sulfatwiderstand eines Zementes ist eine besondere Eigenschaft gemäß DIN 1164-10. Erreicht wird dieser hohe Sulfatwiderstand durch eine Begrenzung des Tricalciumaluminatgehaltes bzw. Aluminiumoxydgehaltes bei Portlandzementen. Bei Hochofenzementen (Zusammensetzung gemäß Tabelle 1 von DIN EN 197-1) muss ein entsprechender Hüttensandgehalt im Zement vorhanden sein.
- Zementherstellung
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siehe Produktionsprozess
- Zusatzmittel/Betonzusatzmittel
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Betonzusatzmittel werden dem Beton in meist flüssiger oder pulverförmiger Form in kleinen Mengen beigemischt. Sie beeinflussen durch ihre chemische und/oder physikalische Wirkung gewisse Eigenschaften des Frisch- oder des bereits erhärteten Betons. Unter anderem können sie z.B. die Fließfähigkeit, den Erstarrungsbeginn oder die Verarbeitbarkeit beeinflussen. Man unterscheidet verschiedene Wirkungsgruppen. Die wichtigsten sind:
- Betonverflüssiger (BV)
- Fließmittel (FM)
- Luftporenbildner (LP)
- Verzögerer (VZ)
- Zusatzstoffe/Betonzusatzstoffe
- Zuschlagstoffe
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Nach europäischer Norm wurde die Bezeichnung Zuschlagstoffe durch den Begriff Gesteinskörnung ersetzt.
