Gips
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FAQ

Was Sie schon immer wissen wollten...
 
Was bedeutet GKB und GKF?  

Was ist der Unterschied zwischen REA-Gips und Naturgips?  

Wie ist der Aufbau einer F 90-B-Holzbalkendecke?  

Wie erreiche ich F 30-B in der Dachschräge?  

Alle diese Fragen und mehr, beantworten wir Ihnen hier. Sollten Sie nicht fündig werden, können Sie gerne unsere Technische Hotline anrufen unter: 0 61 71 / 61 33 33.

FAQ 1 : Was Sie schon immer wissen wollten...

Die Bedeutung von GKB und GKF?

Die nachfolgend genannten Abkürzungen entstammen DIN 18180 "Gipskartonplatten" und stehen für
GKB = Gipskarton-Bauplatten
GKF = Gipskarton-Feuerschutzplatten
GKBi = Gipskarton-Bauplatte imprägniert
GKFi = Gipskarton-Feuerschutzplatten imprägniert

Unterschied zwischen REA-Gips und Naturgips?

Beide Gipsarten unterscheiden sich durch die Art der Rohstoffgewinnung. Naturgips ist ein Sedimentgestein, welches beim Eindampfen von Meerwasser in vergangenen Erdzeitaltern entstanden ist.
REA-Gips entstammt sogenannten Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen, in denen in einem "Kalkwaschverfahren" Sulfat-Ionen und Calcium-Ionen (aus Kalksteinbrei) zur Reaktion gebracht werden. Das Endprodukt ist Calciumsulfat-Dihydrat; = GIPS.
Beide Gipse sind qualitativ gleichwertig; die Belastung an Schwermetallen oder Radioaktivität liegt deutlich unter den für Kulturböden geforderten Werten.

Aufbau einer F 90-B-Holzdbalkendecke?

Es stehen verschiedene Ausführungsvarianten zur Verfügung. Die Unterkonstruktion kann aus CD- oder Hutprofilen, aber auch aus einer Lattung bestehen. Eine Abhängung der Konstruktion ist auch möglich. Generell ist ein Dämmstoff der Rohdichte 30kg/qm in 100mm Dicke erforderlich. Die Beplankung erfolgt mit 1xGKF 25 mm oder GKF 12,5 mm.

F 30-B in der Dachschräge?


Nach DIN 4102 Teil 4 ist eine Unterdecke oder Deckenbekleidung mit 2 Lagen GKF 12,5 mm ohne Dämmung möglich. Es liegen uns Prüfzeugnisse vor, wonach eine Lage GKF 12,5 mm in Verbindung mit einer Mineralfaser-Dämmschicht ebenfalls ausreicht.


FAQ 2 : Einfachständerwände L11 - L12

Querfugen

Was ist bei der Ausführung von Querfugen in der Beplankung zu beachten?


Querstöße der Platten sind im Verband mit einem Versatz von mindestens 400 mm auszubilden. Kreuzfugen sind unzulässig. Bei einlagig beplankten Wänden sollten die Querfugen mit einem Profil hinerlegt werden. Alternativ kann die Beplankung mit raumhohen Platten erfolgen. Bei mehrlagigen Beplankungen ist auf einen Fugenversatz zwischen den Plattenlagen zu achten.

Ständerprofile

Wie kann das Ausweichen der Flansche an den Ständerprofilen beim Anschrauben der ersten Lafarge Gipsplatte verhindert werden?


Positioniert man die Schrauben der ersten Lafarge Gipsplatte mit einem Abstand von mindestens 5 mm vom Profilsteg entfernt, so lässt sich die nachfolgend angesetzte Platte leichter anschrauben.

Randabstände

Welche Randabstände sind bei der Verschraubung an Plattenstößen einzuhalten?


An kartonummantelten Kanten muss der Abstand der Schraube zum Plattenrand mindestens 10 mm und an Schnittkanten mindestens 15 mm betragen.

Fliesenbelag


Was ist bei der Planung und Ausführung von Einfachständerwänden mit nachträglich aufgebrachtem Fliesenbelag zu beachten?


Bei Einfachständerwänden mit Fliesenbelag sollte eine zweilagige Beplankung (2 x 12,5 mm) und ein Ständerabstand ≤ 625 mm vorgesehen werden. Bei einfacher Beplankung mit einer Dicke ≥ 18 mm ist der Ständerabstand auf ≤ 500 mm zu reduzieren.

CW-Metallständerwände


Wie werden CW- Metallständerprofile montiert?


CW-Profile werden mit der Profilöffnung in Montagerichtung im Abstand von maximal 625 mm in die UW-Profile eingestellt und mit dem Achsmaß ausgerichtet. Bei großen Wandhöhen kann gemäß statischer Berechnung ein reduzierter Achsabstand erforderlich werden.

Schalldämmwerte

Was ist hinsichtlich geforderter Schalldämmwerte unbedingt zu beachten und worin liegt der Unterschied zwischen Rw,R und R'w,R ?


Es sollte darauf geachtet werden, welche Schallschutzwerte konkret gefordert sind. Der Rechenwert Rw,R  bezieht sich nur auf die Schalldämmung der Metallständerwand. Diese kann den Prüfzeugnissen oder der DIN 4109 entnommen werden.
Falls das Schalldämm-Maß R'w,R  ausgeschrieben ist, das auch die flankierende Übertragung berücksichtigt, sollten Verarbeiter darauf hinweisen, dass sie nur das Schalldamm-Maß Rw,R  für die Trennwand gewährleisten können. Den Einfluss der Flanken müssen Fachplaner oder Architekten beurteilen. Hierfür ist die Kenntnis der flankierenden Bauteile und aller Schallnebenwege erforderlich.

Schallschutznachweise

Welche Schallschutznachweise liegen für Lafarge- Wandsysteme vor?


Für alle gängigen Konstruktionen mit LaGyp A 12,5 / LaPlura DEFH1IR 12,5 / LaFlamm DF 12,5 und LaSound liegen Schall-Prüfberichte vor, die von einer akkreditierten Prüfstelle der Gruppe 1 (vom DIBT anerkannt) ausgestellt sind. Die Schalldämm-Maße sind nur gewährleistet, wenn ausschließlich die optimierten Systemkomponenten von Lafarge Gips und spezifizierten Partnern verwendet werden.
Informativ bieten wir weitere Werte an. Diese haben ihren Ursprung in einer großen Prüfreihe, die am ITB, einem im Ausland akkreditierten Prüfinstitut, durchgeführt wurde. Die rechnerischen Nachweise basieren auf einem Simulationsmodell (Rechenmodell), das von einem international anerkannten Institut entwickelt wurde.

Deckenanschlüsse

Die Ausführung der Deckenanschlüsse ist abhängig von der zu erwartenden Deckendurchbiegung.

Welche Ausführungen sind zu beachten?

• Deckendurchbiegungen < 10 mm
  Die Metallständerwand kann direkt angeschlossen werden. Die CW-
  Ständer müssen mind. 20 mm in das angeschlossene Deckenprofil
  eingreifen und werden mit 15-20 mm Luft eingestellt.

• Deckendurchbiegungen   > 10 mm ≤ 20 mm
  Bei Deckendurchbiegungen zwischen 10 und 20 mm muss ein gleitender
  Deckenanschluss ausgeführt werden. Die Ausführung erfolgt mit UW-
  Standardprofilen, Flanschbreite b = 40 mm.  


• Deckendurchbiegungen    > 20 mm
  Bei einer zu erwartenden Deckendurchbiegung > 20 mm sind für
  gleitende Deckenanschlüsse UW- Profile mit der erforderlichen
  Flanschbreite (b) zu verwenden. Wichtig ist hierbei ein kraft-
  schlüssiger Verbund des gesamten gleitenden Deckenanschlusses
  mit der Rohdecke.
 
Beispiel:

Deckendurchbiegung 5 mm
+ Toleranz    35 mm
+ Profileinstand 20 mm
______________________________ _________
-> Flanschbreite erforderlich
b = 60 mm


Bei Wandhöhen > 6,50 mm wird der Einbau von UW- Profilen mit Flanschbreite b= 60 mm und einem Profileinstand = 40 mm empfohlen.

Baustoffklasse

Welcher Baustoffklasse müssen Fugen- und Trennwanddichtungsbänder klassifizierter Metallständerwände angehören?


Fugen- und Trennwanddichtungsbänder müssen der Baustoffklasse A angehören. Sie dürfen der Baustoffklasse B entsprechen, wenn ihre Dicke ≤ 5 mm beträgt und sie durch eine dichte Verspachtelung in ganzer Beplankungsdicke abgedeckt werden (DIN 4102-4., 4.10.5.1).

Standsicherheitsnachweis

Muss für Einfachständerwände ein Standsicherheitsnachweis geführt werden?


Die Anforderung an die Standsicherheit und Ausführung von Einfachständerwänden sind in der DIN 4103-1 festgelegt und werden durch die DIN 18 183 ergänzt. Die dort aufgeführten maximalen Wandhöhen sind für die Bauteile nach DIN 4102-4 anzuwenden. Die zulässigen Wandhöhen für geprüfte Trennwände mit Metallständer sind in den allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (ABP’s) augewiesen.
Eine Überschreitung dieser Wandhöhen bedarf eines statischen Nachweises und einer brandschutztechnischen Beurteilung durch ein akkreditiertes Prüfinstitut.

Wandanschlüsse

Wie sollten obere Wandanschlüsse an Trapezblechkonstruktionen ausgeführt werden?
 
(Siehe Broschüre L11-L12, Detail DA TB08)


Anschlüsse an Trapezblechkonstruktionen sollten immer gleitend ausgeführt werden. Bei gleitenden Anschlüssen mit LaForm-Riegeln beträgt der Mindesteinstand der CW-Profile in das UW-Profil 40 mm.

Brandschutz Trapezblechdach

Welche brandschutztechnischen Kriterien sind bei einem Anschluss einer klassifizierten Wand an ein Trapezblechdach zu beachten?  


(Siehe Broschüre L11-L12, Detail DA TB04)
Der Anschluss einer klassifizierten Metallständerwand sollte immer an ein brandschutztechnisch ertüchtigtes Trapezblech erfolgen.
Die brandschutztechnische Verbesserung der Trapezblechkonstruktion muss mindestens die Anforderungen an die Feuerwiderstandklasse der anzuschließenden Wand erfüllen.
Bei gleitenden Anschlüssen ist aus brandschutztechnischer Sicht das Trennwanddichtungsband zwischen Riegel und Anschlussbauteil durch eine vollflächige Spachtelfuge zu ersetzen.
Zur brandschutztechnischen Beurteilung der Gesamtsituation ist die Stellungnahme einer Materialprüfungsanstalt einzuholen.

Sichtbare Anschlussdichtungen

Was ist bei sichtbaren Anschlussdichtungen von klassifizierten Metallständerwänden zu beachten?   


Bei nicht abgedeckten Anschlussdichtungen müssen Dichtungsstreifen aus Baustoffen der Baustoffklasse A bestehen, z.B. mineralische Dichtungsstreifen oder vollflächig mit LaFillfresh ausgefüllt werden.


Reduzierte Wandanschlüsse


Wie werden reduzierte Wandanschlüsse, z.B. Fassadenschwerter  schallschutztechnisch bewertet?   


(Siehe Broschüre L11-L12, Detail BF GR01 und BF GR02)
Starre oder gleitende Reduzieranschlüsse können wegen der Verschiedenheit der Anschluss-Situation nur in der tatsächlichen Einbausituation unter Berücksichtigung von Größe, Flächenanteil, Ausführungsart und Fassaden-Bauart im Einzelfall beurteilt werden.

 


FAQ 3 : Metallständerwände L13 - L15

Wandsystem

Welches Wandsystem kann als Wohnungstrennwand eingebaut werden?

Mit dem Einbau von Doppelständerwänden werden die Anforderungen an den Schall- und Brandschutz im Wohnungsbau erfüllt. Durch die getrennte Unterkonstruktion und die damit verbundene Entkopplung der beiden Wandschalen, werden deutlich bessere Schallschutzwerte als bei Einfachständerwänden erreicht. In Verbindung mit der Schallschutzplatte LaSound, können auch erhöhte Anforderungen an die Luftschalldämmung trennender Bauteile erfüllt werden.
Die doppelte Beplankung mit 12,5 mm Gipskartonfeuerschutzplatten je Wandseite, gewährleistet in Verbindung mit einer innen liegenden Dämmung die Feuerwiderstandsklasse F 90-A. (Verwendbarkeitsnachweis beachten)

Brandschutzmaßnahmen Dachgeschoss

Wann sind Brandschutzmaßnahmen im Dachgeschoss notwendig?

Durch spezielle Brandschutzmaßnahmen muss eine Brandübertragung über die Dachfläche auf daneben liegende Nutzungseinheiten ausgeschlossen werden. Gebäudespezifische Anforderungen sind in der vorhandenen Baugenehmigung/Brandschutzkonzept aufgeführt.
Konstruktionen und Ausführungsdetails in der jeweiligen Feuerwiderstandsklasse können der Lafarge Broschüre „Dachsysteme L61- L63“ zu entnehmen.
Bei der Ausführung von Wohnungstrennwänden ist das Detail L61 DB WA08 zu beachten.

Schallschutz

Was ist schallschutztechnisch beim Einbau einer Installationswand als Wohnungstrennwand zu beachten?

Lafarge Installationswände sind aus schallschutz- und brandschutztechnischer Sicht als Wohnungstrennwand nicht geeignet. 
Für den Anwendungsbereich, Installationswand als Wohnungstrennwand empfiehlt sich der Einbau einer klassifizierten Einfachständerwand mit beidseitiger Vorwandinstallation und raumhoher Vorsatzschale.

Schalldämmwert

Kann der Schalldämmwert einer Installationswand verbessert werden?

Installationswände werden jeweils in Drittelpunkten der Wandhöhe durch Gipsriegel miteinander verbunden. Durch den Einsatz von SE-Verbinder mit Gummipuffer, werden die Profile der Ständerkonstruktion schallentkoppelt.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass horizontal und vertikal verlaufende Installationen, wie z.B. Kabelkanäle sowie Anschlüsse an leichte Bauteile, haustechnische Installationen, gleitende Deckenanschlüsse oder Schattenfugen  die Schalldämmung deutlich verringern.

Planung

Was ist bei der Planung von Lafarge Doppelständer-, Installations- und Riegelwänden hinsichtlich des baulichen Brandschutzes grundsätzlich zu beachten?

Neben den konstruktiven Details der Trennwände sind folgende Anforderungen zu berücksichtigen:
 
- Feuerwiderstandsdauer der angrenzenden Bauteile
- Standsicherheit
- Einbauten und Durchführungen


FAQ 4 : Hohe Trennwände L16

Einsatzbereich

Wo werden Hohe Trennwände von Lafarge eingebaut?

Hohe Trennwände von Lafarge kommen zur Erfüllung von Anforderungen an den Brandschutz im Industrie- und Gewerbebau zum Einsatz. Mit der „Hohen Trennwand“ lassen sich mühelos Wandhöhen bis zu 9,00 m in der Feuerwiderstandsklasse F 90-A erzielen. Dabei erfolgt die Beplankung beidseitig horizontal liegend mit 1 x 25 mm LaMassiv. Die Gesamtwanddicke beträgt 150 mm.

Profilverlängerung

Wie wird die Profilverlängerung bei der Hohen Trennwand ausgeführt?

(Siehe Detail L16 UK 01)
Bei Wänden bis 9,00 m Höhe werden zwei Ständerprofile CW 100- 06 Rücken an Rücken gestellt und im Abstand von ≤ 400 mm mit Blechschrauben 4,2 x 19 mm miteinander wechselseitig verschraubt.
Für die Profilverlängerung wird beidseitig, versetzt zueinander
je ein UW 100- Profil zusätzlich eingebracht. Der Überlappungsbereich beträgt ≥ 1000 mm. Die Verbindung erfolgt im Stoßbereich mit je zwei Blechschrauben 4,2 x 19 mm. Der Abstand zum Profilstoß beträgt ≤ 50 mm, im weiteren Verlauf alle 400 mm. Der Stoßversatz ist wechselseitig,
≥ 1000 mm auszuführen.

Gleitender Deckenanschluss


Wie ist ein gleitender Deckenanschluss bei Wandhöhen ≥ 6,50 m auszubilden?
 
Bei Wandhöhen > 6,50 m empfehlen wir für das an der Decke montierte UW-Profil folgende erforderliche Flanschbreite (b).
 Beispiel:

 

Deckendurchbiegung                 20 mm
 + Toleranz 
5 mm
 + Profileinstand
40 mm
______________________________ ____________
 erforderliche Flanschbreite  b =   65 mm

FAQ 5 : Rundwände L17

Montage

Wie werden Lafarge Rundwände montiert?

(Siehe Detail L17 RW GR01)
Zunächst sollte der gewünschte Wandverlauf an Boden und Decke angezeichnet werden. Die vorgestanzten Lafarge UW- Flex Profile für den Boden- und Deckenanschluss, können nun mit einer Universalzange dem angestrebten Kurvenverlauf absolut identisch angepasst und an Boden und Decke direkt befestigt.
Je nach Kurvenverlauf sind die Achsabstände der einzelnen CW Profile entsprechend zu reduzieren. 
Für gebogene Wand- und auch Deckenkonstruktionen wird „LaCurve“, eine 6,25 mm dünne Gipsplatte mit hoher Flexibilität eingesetzt.

Biegeradien

Welche Biegeradien können mit LaCurve- Platten ausgeführt werden?

LaCurve kann im trockenen Zustand bis zu einem Radius ≤ 900 mm gebogen werden. Hierfür wird die Platte auf der zu stauchenden Seite angefeuchtet. Nach dem Trocknen des Kartons kann die Platte auf der Unterkonstruktion montiert werden. Bei Radien ≤ 500 mm sollte die LaCurve- Platte vorzugsweise über eine Schablone in Längsrichtung geformt werden. Der kleinstmögliche Radius beträgt ≤  300 mm.

Feuerwiderstandsklassen

Welche Feuerwiderstandsklassen können Lafarage- Rundwände erfüllen?

Lafarge- Rundwände erfüllen mit einer Beplankung von 2 x 6,25 mm LaCurve je Seite und einer innen liegenden Dämmung d = 40 mm, Schmelzpunkt ≥ 1000 ° und einer Rohdichte 40 kg/m³ die Feuerwiderstandsklasse F 30-AB.
Mit einer dreilagigen Beplankung je Seite und einer innen liegenden Dämmung d= 40 mm, Schmelzpunkt ≥ 1000° und einer Rohdichte 100 kg/m³, erfüllen diese Rundwände die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F 90- AB.


FAQ 6 : Brandwände L18

Einsatz

Wann kommen Brandwände in einem Gebäude zum Einsatz?

Brandwände werden zur Trennung oder Begrenzung von Brandabschnitten eingesetzt.

Mechanische Anforderungen

Welche mechanischen Anforderungen müssen Brandwände erfüllen?

Brandwände müssen zusätzlich zu den Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer eine erhöhte mechanische Belastung aufnehmen können.; 2000 N aus einer Fallhöhe von 1,50 m (3000 Nm).

 

Richtlinien bei Leitungsdurchführungen


Welche Richtlinien sind bei Leitungsdurchführungen durch Brandwände zu beachten?


Durch Brandwände dürfen elektrische Leitungen und Rohre durchgeführt werden, wenn die Randbedingungen der Leitungsanlagen- Richtlinie (LAR) und die Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen bei Leitungsanlagen (RbALei) der Länder eingehalten werden. Notwendige Auswechslungen sind grundsätzlich mit dem Prüfzeugnisinhaber abzustimmen.
Lüftungsleitungen werden entsprechend den Randbedingungen der Muster- Lüftungsanlagen- Richtlinie (M-LüAR) durchgeführt. Notwendige Absperrvorrichtungen (K90- Klappe) müssen in Ihrer Zulassung für Brandwandsysteme geprüft sein. 

Dehnungsfugen

Was ist bei Dehnungsfugen im Rohbau zu beachten?

(Siehe Detail L18 BF 02 und L18 BF 03)
Dehnungsfugen des Rohbaues werden bei größeren Bauteilflächen angeordnet und sind in die Trennwandkonstruktion mit zu übernehmen. Somit wird eine konstruktive Trennung der gesamten Konstruktion gewährleistet.
Nach DIN 18 181 gelten für die Anordnung von gleitenden Feldfugen (Dehnfugen)  folgende Abstandsmaße im trockenen Innenausbau:
- Massivbauten, Abstand ≤ 15 m
- Skelettbauten/Stahlleichtbauweise, Abstand ≤ 10-12 m
Weitere Hinweise siehe Merkblatt 3 der Industriegruppe Gipsplatten

Anforderungen Sicherheitswand

Erfüllt die Lafarge- Brandwand zusätzliche Anforderungen als Sicherheitswand?

Die Lafarge Gips Brandwand ist auch als Sicherheitswand zugelassen. Die Prüfungen wurden am Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit, Rosenheim durchgeführt. Nach DIN V ENV 1627 ist die Brandwand als einbruchhemmend in die Widerstandsklasse WK3 und nach DIN EN 356 als durchbruchhemmend in die Widerstandsklasse P8B eingestuft.

Maximale Wandhöhe

Bis zu welcher Höhe können Lafarge Brandwände ausgeführt werden?


Lafarge Brandwände können in Abhängigkeit der Wandstärke bis zu einer maximalen Wandhöhe = 9,00 m ausgeführt werden. Der Achsabstand der jeweiligen CW- Profile beträgt ≤ 312,5 mm.

Beplankung

Welche Beplankung kommt bei der Lafarge Brandwand zum Einsatz?

Die Beplankung besteht aus der speziellen Lafarge- Brandwandplatte LaWall. Dabei handelt es sich um eine 15mm dicke Gipskarton- feuerschutzplatte, auf welche rückseitig ein 0,26 mm starkes Stahlblech aufkaschiert ist.
Die Brandwand erhält grundsätzlich eine doppelte Beplankung. Beide Plattenlagen werden vertikal im Abstand von ≤ 250 mm sowohl an den Ständerprofilen, als auch an den Wandanschlussprofilen befestigt.

Ausführung Profilverlängerung

Wie wird die Profilverlängerung bei der Brandwand ausgeführt?


Die stumpf gestoßenen CW- Ständerprofile, werden mit einem UW- 100 Profil, Überlappungsbereich ≥ 1000 mm miteinander verbunden. Dabei werden die Profile im Stegbereich mit je zwei Bohrschrauben 4,2 x 13 mm miteinander verschraubt. Der Abstand zum Profilstoß beträgt ≤ 50 mm, im weiteren Verlauf ≤ 200 mm.


FAQ 7 : Oberflächenbehandlung

Grundierung

Müssen Gipsplatten vor der weiteren Beschichtung grundierte werden?


Gipsplatten- und Spachtelflächen von Lafarge sind vor einer weiteren Beschichtung mit Farben oder Tapeten, mit geeigneten Grundierungen (Tiefengrund) zu behandeln. Dadurch wird das unterschiedliche Saugverhalten von Karton und Fugenspachtel ausgeglichen und der Untergrund verfestigt. Vorzugsweise sollten wasserverdünnbare Grundierungen verwendet werden.

Anstriche ohne Grundierung

Welche Probleme treten bei Anstrichen ohne vorherige Grundierung auf?


Werden Gipsplatten direkt mit Innendispersionsfarbe gestrichen, kommt es zu folgenden Problemen:

  • Ein Teil des Bindemittels wird vom Untergrund aufgesaugt. Die Folge sind Farbebeeinträchtigungen durch Schattierungen bzw. verminderter Deckkraft
  • Der erste Farbanstrich verliert seine Festigkeit.
  • Bei Wiederholungsanstrichen können Farbabplatzungen auftreten.


Mischen von Grundierung und Farbe

Kann eine Mischung aus Grundierung und Farbe aufgetragen werden?

Wird eine Mischung aus Grundierung und Farbe aufgetragen, kommt es zu folgenden Problemen:

  • Die Mischung dringt aufgrund der größeren Farbteilchen nicht so tief ein.
  • Ein großer Teil des Farbbindemittels wird vom Untergrund aufgesaugt. Die Folge sind Farbbeeinträchtigungen durch Schattierungen bzw. verminderte Deckkraft.
  • Eine bindemittelarme Farbschicht bleibt zurück, die kaum Festigkeit aufweist und im Laufe der Zeit Farbabplatzungen aufweisen kann.

 


FAQ 8 : Spachteltechnik

Verspachtelungssystem

Was ist bei der Planung bezüglich der Wahl des Verspachtelungssystems zu beachten?

Bezüglich der Wahl des Verspachtelungssystems, insbesondere die Verwendung von Fugendeckstreifen ( Bewehrungsstreifen), sind sowohl die Ausführung ( z.B. einlagige oder mehrlagige Beplankung, Dicke der Platten), die Baustellenbedingungen, als auch die vorgesehene Oberflächenbehandlung (z.B. Beläge aus Fliesen und Platten, Putze, Anstriche/ Beschichtungen) bei der Planung zu beachten. 
Hinsichtlich der Oberflächenqualität sind für Spachtelarbeiten vier Qualitätsstufen definiert. Siehe Merkblatt Nr. 2 – Spachtelarbeiten.

Bedingungen auf der Baustelle

Unter welchen Bedingungen darf auf der Baustelle gespachtelt werden?


Spachtelarbeiten dürfen erst erfolgen, wenn keine größeren Längenänderungen infolge Feuchte- oder Temperaturschwankungen der Lafarge Gipsplatten zu erwarten sind. Die Raumtemperatur sollte ganztägig 10° bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40%  ≤ 80% nicht unterschreiten.

Bewehrungsstreifen


Wann werden Bewehrungsstreifen bei der Fugenverspachtelung verwendet?


Bei mehrlagigen Beplankungen kann die oberste Lage ohne Bewehrungsstreifen verspachtelt werden.
Bei einlagigen Beplankungen ist ein Bewehrungsstreifen im Fugenbereich einzuspachteln.
Die höchste Sicherheit gegen Rissbildung wird unter Verwendung von Papierbewehrungsstreifen erreicht. Diese sind vor der Verarbeitung, zur Verhinderung von Blasenbildung, zu befeuchten.


FAQ 9 : Wissenswertes zur CE-Kennzeichnung

Ihre Fragen, unsere Antworten

Seit Oktober 2006 werden Lafarge Gipsplatten mit dem Ü-Zeichen (gültig nur bis zum Ende der Koexistenzphase am 01.03.2007), der gewohnten Kennzeichnung nach der deutschen Norm DIN 18180 und zusätzlich nach der europäisch harmonisierten Norm DIN EN 520 gekennzeichnet. Die Verwendung des CE-Kennzeichens stellt dabei eine wesentliche Neuerung dar.
Wir haben die häufigsten Fragen in einem PDF zusammengefasst und beantwortet. Damit erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Informationen zur CE-Kennzeichnung.

FAQ CE-Kennzeichnung

CE-Kennzeichnung FAQ


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