|
Es war ein Projekt der besonderen Art – der Bau der Talsperre Leibis/Lichte in Thüringen. Nicht nur, weil sich das gigantische Bauvorhaben über vier Jahre erstreckte, sondern auch, weil extrem hohe Maßstäbe an die Stabilität und Langlebigkeit der Talsperre gestellt wurden.
Die zweithöchste Staumauer Deutschlands versorgt 400.000 Menschen mit Trinkwasser. 620.000 m³ Beton waren für den Bau der 102,5 Meter hohen Mauer erforderlich. Das Karsdorfer Lafarge Werk lieferte dafür einen eigens für dieses Projekt entwickelten Spezialzement.
Lafarge Spezialzement für kühlen Beton
Der Spezialzement von Lafarge, der eine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt in Berlin besitzt, besteht aus 65 bis 70% grob gemahlenem Portlandzementklinker sowie 30 bis 35% extra fein gemahlenem Hüttensand. Eine komplizierte Sieblinie mit einem Größtkorn von bis zu 125 mm erlaubte es, den Zementgehalt rezepturabhängig auf bis120 kg pro Kubikmeter zu reduzieren. Das Zugabewasser wurde größtenteils durch Scherbeneis ersetzt, die Körnung beschattet und die Anliefertemperatur der Ausgangsstoffe begrenzt.
Durch diese Maßnahmen gelang es, die Temperatur des Frischbetons je nach Bedarf zwischen 7 und 15° C einzustellen. Nach dem Verdichten und Abbinden entstand so ein extrem widerstandsfähiger, wasserundurchlässiger Beton. Zur Herstellung standen zwei Doppelwellenmischer zur Verfügung, die zusammen bis zu 240 m³ Beton pro Stunde herstellten.
Kronenlänge: 369 m
Kronenbreite: 9 m
Mauerfußbreite: 80,6 m
Staufläche: 106,8 ha
Benötigte Betonmenge Gesamtbauwerk: ca. 620.000 m³
Zement: |
