Strategie & Vision
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Marktüberblick Zement

Geschichte

  • Zement geht auf die Römer zurück, die mit gebranntem Kalk eine zementähnliche Substanz, „opus caementitium", für den Bau von Fundamenten und Bauwerken wie dem Kolosseum oder dem Pantheon in Rom verwendeten.
  • Was wir heute unter Zement verstehen, ist eine Weiterentwicklung des Portlandzements, den der Engländer Joseph Aspdin Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte.
  • 1850 nahm in Buxtehude das erste Portlandzementwerk Deutschlands seinen Betrieb auf.
  • Bis in die Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts erlebte die deutsche Zementindustrie ein enormes Wachstum, das sich in den letzten Jahrzehnten deutlich abgeschwächt hat.
  • Mit 22 Unternehmen und 56 Werken gibt es in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich viele Zementhersteller.

Verbrauch

  • Der jährliche Zementverbrauch ist seit 2000 von ca. 36 Mio. Tonnen auf ca. 27,4 Mio. Tonnen im Jahr 2007 zurück gegangen. Das entspricht 2007 einem Pro-Kopf-Verbrauch von 333 kg.
  • Deutschland liegt damit deutlich hinter seinen europäischen Nachbarn Luxemburg, Österreich, Schweiz, Belgien, der Tschechischen Republik, Polen, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark.
  • Seit 2000 haben sich die Zement-Importe deutlich reduziert, gleichzeitig sind die Exporte stark gestiegen.
  • Lafarge Zement Deutschland repräsentiert mit seinen drei Werken in Karsdorf, Wössingen und Sötenich eine Zementkapazität von 3,5 Millionen Tonnen.
  • Über die Hälfte des in Deutschland produzierten Zements wird an Transportbetonhersteller (52,8%) verkauft, etwa ein Viertel (24,8%) geht an Betonfertigteilhersteller. 14% sind sonstige Silozemente, auch für Trockenmörtel. Der Anteil der Sackware liegt seit Jahren unter 10%.
  • Wichtigster Absatzmarkt für die deutsche Zementindustrie ist der Tiefbau (35,2%), gefolgt vom Nicht-Wohnungsbau inklusive Wirtschaftsbau (39,4%) und dem Wohnungsbau (25,4%). Quelle: Zahlen und Daten, BDZ

Produkte

  • Stärker als im restlichen Westeuropa hat sich der deutsche Markt in den vergangenen Jahren hin zu einer großen Vielfalt an Zementen entwickelt.
  • Heute werden über 20 verschiedene Normzemente nach DIN EN 197-1 mit unterschiedlichen Festigkeitsklassen produziert.
  • Darüber hinaus gibt es unzählige Spezialzemente, die bestimmte physikalische und chemische Eigenschaften erfüllen und für spezifische Anwendungen hergestellt werden.
  • Der Anteil des Standard-Portlandzementes CEM I ist von 62% im Jahr 2000 auf 30% im Jahr 2008 zurück gegangen. Die Bedeutung von Kalkstein-Portlandzementen CEM II/LL und Hüttenzementen CEM III sowie Kompositzementen CEM II/M nimmt dagegen stetig zu.
  • Diese Zemente leisten einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduzierung, da ein großer Teil des energieintensiv hergestellten Klinkers durch weitere Hauptbestandteile wie Hüttensand oder Flugasche ersetzt wird.

Umwelt

  • Die deutsche Zementindustrie nimmt im internationalen Vergleich eine Spitzenstellung in den Bereichen Umweltschutz und Energieeffizienz sowie bei der Nutzung von Sekundärbrennstoffen ein.
  • 2007 machten alternative Brennstoffe wie Altreifen, Altöl oder Klärschlamm bereits einen Anteil von 52% aus. Dadurch können fossile Brennstoffe wie Braunkohle, Steinkohle, Petrolkoks oder Heizöl reduziert und die CO2-Emissionen pro produzierter Tonne Zement deutlich gesenkt werden.
  • Die Produktion umweltschonender CEM II- und CEM III-Zemente unterstützt diese positive Entwicklung.

Letztes Update am 30/11/2009

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